Geschichte Gaziantep

Gaziantep ist die grösste Stadt Anatoliens und die 6. grösste Stadt der Türkei. Die Stadt ist das Handels- und Kulturzentrum des Gebietes.

Die Stadt und die Umgebung, die zwischen Mesopotamien und Mittelmeer liegt, erstreckt sich von Kahramanmaraş bis zu Halep, von Birecik bis zum Mittelmeer und von Diyarbakir bis nach İskenderun. Die Stadt, die in 850 m. Höhe liegt, hat 1.000.000 Einwohner und liegt auf einer Gesamtflaeche von 6.216 qm. 52% dieser Flaeche besteht aus Bergen und 27 % aus Tiefebenen.
Gaziantep befindet sich an dem Übergangspunkt zwischen Mittelmeerklima auf Landklima. Im Süden des Gebietes herrscht ein milderes Klima, aber im allgemeinen sind die Sommer heiss und trocken und die Winter kalt und regnerisch. Winter und Frühling sind die Regensaisons.
Die Durchschnittstemperatur betraegt im Sommer im Schatten 43 Grad und im Winter - 17 Grad Celsius. In den Feldern, die von dem Firat Fluss bewaessert werden, werden Antepnüsse, Oliven, Weintrauben, rote Paprika, Linsen, Weizen und Gerste angebaut. Die Nüsse aus Gaziantep sind in der ganzen Türkei bekannt.

Die Stadt, deren Geschichte bis zum Jahre 1700 reicht, hat, hethitische, assyrische, persische, römische, byzantinische, seldschukische, mongolische und osmanische Epochen miterlebt.

Die antike Stadt Düük, die 10 km nördlich von der Stadtmitte Gaziantep, auf der historischen Seidenstrasse liegt, war ein wichtiges Religionszentrum der Hethiter. Bei den Ausgrabungen wurden Steingeraete aus dem 6.Jhd. v.Chr. gefunden. Die Bevölkerung wurde im Jahre 636 islamisch. Die bekannte Ömeriye Moschee wurde damals als Symbol des Sieges erbaut. Nach dem Malazgirt Krieg im Jahre 1071 wurde in diesem Gebiet eine dem Seldschuken untergestellte, türkische Stadt gegründet. Nach der Eroberung dieser Stadt von den Mongolen im Jahre 1270, herrschten hier Dulkadiroğullari (1389) und Mamelucken (1471). Die Osmanen eroberten die Stadt 1516 nach dem Mercidabik Krieg. In der osmanischen Epoche wurden zahlreiche Moscheen, Karawansereien und Hamams erbaut und die Stadt hatte sich auch wirtschaftlich entwickelt.

Als der bekannte Wanderer Evliya Çelebi Gaziantep in 17.Jhd. besuchte, berichtete er in seinen Reisebeschreibungen über 22 Stadtviertel, 8.000 Haeuser, 100 Moscheen, Hamams und Bazars.

Nach dem I. Weltkrieg wurde der südöstliche Teil Anatoliens von den Franzosen und Englaendern besetzt. Die Bevölkerung hat gegen diese Besatzung tapfer gekaempft, um die Stadt zu verteidigen. Aufgrund des heldenhaften Kampfes der Gefallenen hat die Stadt Antep den Titel "Gazi" (die Gefallenen) erhalten und der Name der Stadt wurde in "Gaziantep" geaendert.

Die Stadt hatte in der Geschichte verschiedene Namen wie Ayintap, Antep, Kala-i Füsus und Hantap, aber heute nennen die Stadtbewohner ihre Stadt "Antep".

Gaziantep ist mit zahlreichen architektonischen Bauten verziert, die Beweise einer reichen Geschichte sind. Mit der heute noch erhaltenen Burg, mit den Karawansereien, mit den Gassen voll von historischen Haeusern, mit Moscheen und Kirchen, mit der hethitischen Stadt Yasemek (Steinbruch), mit den Belkis (Zeugma) Ruinen, vereint Gaziantep Gegenwart und Vergangenheit.

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